Guatemala – das schönste Land, das ich bislang beurlaubt habe

… und es wäre auch nicht so schnell dazu gekommen, wenn wir nicht unsere lieben Freunde Dani und Marilyne plus ihren entzückenden Kinder Marla und Mika dort besucht hätten. Dani und Marilyne sind die besten Reiseführer, die man sich wünschen kann, da sie dieses Land sehr gut kennen und im Vergleich zu mir der spanischen Sprache mehr als mächtig sind. 😉 Viele Einheimische dachten bestimmt, die beiden leben schon mehrere Jahre in Guatemala.

Bandi & Daniel auf Dschungeltour

Meine Familie – zu der Zeit noch Matheo, Bandi und ich, da ich erst am Ende des Urlaubs feststellte, dass ich eine kleine Bohne in mir trug (Marilyne meinte noch „oooohhh frijol“) – begab sich in ein Land, welches wir nicht so schnell vergessen werden. Fasziniert von dem Dschungel mit seinen unzähligen und noch nicht mal allen ausgegrabenen Maya-Tempeln standen mir oft die Tränen in den Augen. Als wir in El Remate ankamen, habe ich jegliches Gefühl von Zeit verloren. Ich musste so manches Mal fragen, welcher Tag bzw. welche Uhrzeit ist, da ich so damit beschäftigt war, die Natur in mir aufzusaugen. In den ersten Nächten hinderten mich fremde Dschungelgeräusche, wie ich sie noch nie gehört hatte, am Einschlafen. Affen brüllten so laut, dass ich dachte, sie hockten auf der Terrasse und Insekten gaben Töne von sich, die einer Sirene glichen. Doch dieser akustische Ohrenschmaus sollte nicht der einzige bleiben. Als wir mehrere Nächte in Yaxha in einer palapa verbrachten, hörte ich erst recht, wie der Dschungel des Nachts lebte. Es war einfach atemberaubend.

Tarantula

Weiter ging es über den Río Dulce in die Nähe von Lívingston zu einem Wasserfall, der sich terrassenartig über mehrere Kilometer durch den Dschungel erstreckte. Ich bekam quasi von einer Sehenswürdigkeit zur anderen den Mund nicht mehr zu. 🙂

Auf dem Río Dulce

Um zum Lago de Atitlán zu gelangen, sind wir mit dem einmaligen chicken bus gefahren. Himmel, ich sage euch, ich dachte, ich würde die nächsten Stunden nicht überleben. Ich wurde, glaube ich, noch nie so dermaßen durchgeschüttelt wie auf dieser Tour. Durch die akrobatischen Einlagen des ayudante, die zustande kamen, da der Bus mehr als übervoll war, wurde der Trip auf den guatemaltekischen Straßen zu einem Fest für die Sinne.

Einsteigen, bitte!
Blick auf den Lago de Atitlán und den Vulkan San Pedro

Ein letztes Mal sollte ich mit den Tränen der Rührung kämpfen, als ich den aktiven Vulkan Pacaya sah. Schon als ich vorher den inaktiven Vulkan San Pedro bestieg, kämpfte ich mit den Tränen. Aber das geschah aufgrund der Schmerzen in den Beinen in einer Höhe von fast 3000 Metern. 😉 Zu wissen, dass der Pacaya so eine Kraft besitzt, dass um ihn herum „nur“ eine Landschaft entsteht, die Mordor gleicht, ließ mir den Atem stillstehen. Ich sah die rote, heiße Lava fließen und bekam Gänsehaut und großen Respekt.

Die Rasselbande am Vulkan Pacaya
Mordor

Unsere Reise endete in Antigua, wo wir die schöne, aus der spanischen Kolonialzeit stammende Architektur genießen konnten. Eine Touristenstadt durch und durch, aber toll anzuschauen und zu erleben.

Preisverhandlung auf dem Markt in Chichicastenango
Kirche in Chichicastenango

Das alles ist nur ein minimaler Auszug von dem Erlebten in Guatemala. Wir danken unseren Freunden Dani und Marilyne dafür, dass sie uns in diese Welt mitgenommen haben – eine ganz andere Welt, als ich sie bisher kennengelernt habe, ein Urlaub, den ich nicht vergessen werde und der nach Wiederholung schreit.

Auf ein Neues! 🙂

Matheo, Bandi & Pao

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