La Ruta de los Salares – Una maravilla del mundo cicloviajero

Als wir die Grenze nach Bolivien überqueren, findet mein Fahrrad plötzlich den Weg von ganz allein. Dreizehn Jahre ist es her, dass mich meine erste große Radreise durch Lateinamerika von Bolivien bis nach Feuerland führte. Mein Drahtesel rostet mittlerweile an einigen Stellen und die Pedalen quietschen, aber wir lieben uns immer noch wie am ersten Tag. Er hat im Alter deutlich zugenommen. Vielleicht bin ich auch schwächer geworden. Einige Teile mussten erneuert werden, aber er rollt und rollt und rollt – bis zur ersten Sandwehe.

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La Ruta de las Vicuñas – El Altiplano nos está llamando

Um die Ruta de las Vicuñas zu erreichen, müssen wir von dem kleinen Andendorf Putre zunächst noch eintausend Höhenmeter auf den Altiplano hinaufstrampeln. Zum Glück finden wir eine französische Familie, die uns unsere Lebensmittelvorräte für die nächsten neun Tage und Wasser mit dem Auto hochfährt. Obwohl wir somit dreißig Kilo leichter unterwegs sind, ist der Anstieg anstrengend genug.

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Chile despertó – El pueblo unido, jamás será vencido

Das chilenische Kapitel unserer Reise beginnt mit einer Liebesgeschichte zwischen einem Grenzschützer und seinem Hund. Die Hunde spüren an Chiles Grenzen Früchte auf, die die Reisenden versuchen, hinüber zu schmuggeln. Die Einfuhr von Obst, Gemüse, Fleisch und anderen frischen Lebensmitteln ist verboten. Acht Jahre arbeiteten die beiden hoch oben auf dem Altiplano zusammen, bis sein Hund in Rente gehen musste. Ohne seinen Hund verlor seine Arbeit ihren Sinn. Der Grenzbeamte kündigte ebenfalls und nahm den Hund mit nach Hause, wo er eine Pizzeria eröffnete.

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El glaciar Pastoruri – La ruta del cambio climático

Wir sind heilfroh, als wir die Gasse von Huaylas, wie das Tal zwischen der Weißen und der Schwarzen Kordillere genannt wird, wieder verlassen und zum Pastoruri-Gletscher abbiegen. Die Talstraße war bislang unsere traumatischste Erfahrung im peruanischen Straßenverkehr und das, nachdem wir vorher bereits zweimal von rücksichtslosen peruanischen Autofahrern angefahren wurden. Immerhin funktioniert unsere Sicherheitsstrategie, im Konvoi zu fahren. Marilyne bekam ihren Warnschuss in der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena von hinten. Mich erwischte ein peruanischer Rechtsabbieger am Vorderrad. Die Kinder sitzen halbwegs sicher zwischen uns.

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La vuelta al Huascarán – Entre la majestuosidad de las montañas

Einmal rings um den höchsten Berg Perus

Wenn Radreisen eine olympische Disziplin wäre, müsste sie hier an der Punta Olímpica ausgetragen werden. Wir stehen das erste Mal mit Kind & Anhänger auf einem Viertausender-Pass und blicken auf die umliegende Bergwelt der Cordillera Blanca – ein großartiges Gefühl! Im zweiten Anlauf haben wir die letzten Serpentinen bezwungen und auf 4.736 Metern den höchsten Straßentunnel der Welt erreicht.

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La Sierra Norte – Pedaleando por la tierra de l@s huamachucos

Peru entschleunigt unsere Reise. Es sind nicht die ersten Berge, vor denen wir stehen. Doch die Dimensionen der peruanischen Anden sind eine völlig neue Erfahrung für uns. Stundenlang, manchmal sogar tagelang schleichen wir mit drei bis fünf Kilometern in der Stunde die Anstiege hoch. So schaffen wir fünfundzwanzig, wenn es gut läuft auch mal dreißig Kilometer am Tag. Oft sehen wir am Abend noch, wo wir morgens oder den Tag zuvor losgefahren sind.

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Los Andes peruanos – ¡Bienvenid@s a la tierra del l@s chachapoyas!

Chachapoyas – so nannten die Inka das vor ihnen hier ansässige Volk, was so viel wie „Wolkenmenschen“ bedeutet. Auch wir fühlen uns das ein oder andere Mal wie Wolkenmenschen, wenn wir völlig abgekämpft an einem der unzähligen Pässe oben ankommen und auf der anderen Seite ins Tal hinabblicken.

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La trampa de Macas – Cayéndose en el paraíso

„Danieeeelll!! Marilyne wurde von einem Hund gebissen!“ Schnell renne ich mit dem Verbandsmaterial unterm Arm zum Unfallort. Marilyne liegt geschockt, aber bei Sinnen auf dem Boden. Sie beißt die Zähne zusammen, so wie es kurz zuvor der Hund des Nachbarn in ihrer Wade getan hat, als sie vom Dorfladen zurückgeradelt kam. Es war ein großer Hund. Das Blut strömt aus den beiden Löchern, die seine Reißzähne hinterlassen haben. Ich verbinde die Wunde und Marilyne tritt ihre Odyssee durch das ecuadorianische Gesundheitssystem an.

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La Amazonía ecuatoriana – Entre ríos y cascadas

Ecuador begrüßt uns nicht unbedingt von seiner schönsten Seite. Der Nordosten des Landes ist Erdölfördergebiet und wie schon in der kolumbianischen Amazonasregion bringt auch hier der Männerüberschuss viele Drogen und Prostitution mit sich. Der Regenwald ist großflächig abgeholzt worden und ohne die schattenspendenden Bäume ist es erdrückend heiß im Amazonastiefland. Eigentlich hält uns hier nichts länger auf, aber Marilyne ist noch von den kolumbianischen Hitzestrapazen erschöpft und muss sich dringend ein bisschen ausruhen.

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¡Feliz cumple, Velomerica! – Zwei Jahre in Zahlen

Vor einem Jahr in La Paz (Mexiko)

Pünktlich zu unserem zweiten Jahrestag überqueren wir unsere vierzehnte Grenze zwischen Kolumbien und Ecuador. Neunmal sind wir auf dem Landweg und fünfmal übers Meer in ein neues Land gereist. Die panamaischen Zollbeamt*innen waren die einzigen, die dabei unser Gepäck kontrollieren wollten, was sie aber nach einem kurzen Blick in den Anhänger aufgegeben haben. 😉 Ihre belizianischen Kolleg*innen haben für die Sichtkontrolle unserer Räder eine Gebühr erhoben. Alle anderen Zollbeamt*innen haben ihre Arbeit ohne zusätzliche Gebühren verrichtet.

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La Amazonía colombiana – De la bulla a la tranquilidad

Hinter Neiva wird das Tal des Magdalenenstroms immer schmaler und wir klettern langsam in die Berge hoch. Auf der linken Seite rückt die Ostkordillere näher und rechts kommen die Gipfel der Zentralkordillere ins Blickfeld. Die Temperaturen lassen endlich nach und der Verkehr dünnt sich aus. Vor uns liegt die schönste Radelstrecke auf unserem Weg durch Kolumbien.

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El río Magdalena – Entre Macondo y el petróleo

Wir lassen die trubeligen Gassen und den hektischen Verkehr Cartagenas hinter uns und tauchen in das kolumbianische Landleben ein. Nach zwei Tagen im Sattel erreichen wir die beschauliche Kleinstadt Calamar am Ufer des Río Magdalena. Das Leben auf dem Lande folgt langsameren Rhythmen. Die Uhren ticken hier anders – wenn sie denn überhaupt ticken.

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Guna Yala – ¡A toda vela rumbo a América del Sur!

Seit Stunden rollen wir nun schon von einer Seite unserer Koje auf die andere. Alle vier haben wir uns bereits mehrfach übergeben und fragen uns immer wieder, warum wir eigentlich nicht nach Kolumbien geflogen sind. Nachdem die erste Nacht unseres Segeltörns noch halbwegs erträglich war, türmen sich nun am nächsten Morgen zwei Meter hohe Wellen vor unserem Bullauge auf. „Guna Yala – ¡A toda vela rumbo a América del Sur!“ weiterlesen

Panamá – ¡Van llegando!

„Panama”, sagte der kleine Mika, „ist unser Traumland, denn Panama riecht von oben bis unten nach Bananen. Nicht wahr, Marla?” *

„Oh, wie schön ist Panama!“ * Was unsere Kinder schon lange wussten, hat uns Erwachsene gehörig überrascht. Wir reisen auf der karibischen Seite nach Panama ein und erleben das Land hier ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten.

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Costa Rica – ¡Pura vida!

Die Grenzen in Zentralamerika kommen selten so abrupt daher wie jene zwischen Nicaragua und Costa Rica. Die meisten Länder in der Region gehen eher fließend ineinander über. Sie kündigen sich diesseits der Grenze langsam an und jenseits ist auf den ersten Blick oft gar nicht so genau auszumachen, was denn nun das neue Land charakterisiert und von seinen Nachbarländern unterscheidet. Lediglich Belize bildete hiervon eine Ausnahme und nun Costa Rica.

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Nicaragua – Despertándose lentamente de una pesadilla

Sanft setzt unser Boot am Strand von Potosí auf. Das kleine Fischerdorf liegt am westlichsten Zipfel Nicaraguas auf der Halbinsel Cosigüina, die den Golf von Fonseca vom Pazifik abschirmt. Wir entladen unsere Räder und den Anhänger und schieben langsam durch den Sand zur Grenzkontrollstelle. Die Abfertigung der sieben Passagier*innen unseres Bootes dauert diesmal lediglich eine Stunde, was im Vergleich zu den vier Stunden bei der Ausreise heute Vormittag in El Salvador ziemlich schnell ist. Wir wollen heute aber sowieso nicht mehr weiterradeln und haben also keine Eile.

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Guatemala – das schönste Land, das ich bislang beurlaubt habe

… und es wäre auch nicht so schnell dazu gekommen, wenn wir nicht unsere lieben Freunde Dani und Marilyne plus ihren entzückenden Kinder Marla und Mika dort besucht hätten. Dani und Marilyne sind die besten Reiseführer, die man sich wünschen kann, da sie dieses Land sehr gut kennen und im Vergleich zu mir der spanischen Sprache mehr als mächtig sind. 😉 Viele Einheimische dachten bestimmt, die beiden leben schon mehrere Jahre in Guatemala.

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