El río Magdalena – Entre Macondo y el petróleo

Wir lassen die trubeligen Gassen und den hektischen Verkehr Cartagenas hinter uns und tauchen in das kolumbianische Landleben ein. Nach zwei Tagen im Sattel erreichen wir die beschauliche Kleinstadt Calamar am Ufer des Río Magdalena. Das Leben auf dem Lande folgt langsameren Rhythmen. Die Uhren ticken hier anders – wenn sie denn überhaupt ticken.

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Guna Yala – ¡A toda vela rumbo a América del Sur!

Seit Stunden rollen wir nun schon von einer Seite unserer Koje auf die andere. Alle vier haben wir uns bereits mehrfach übergeben und fragen uns immer wieder, warum wir eigentlich nicht nach Kolumbien geflogen sind. Nachdem die erste Nacht unseres Segeltörns noch halbwegs erträglich war, türmen sich nun am nächsten Morgen zwei Meter hohe Wellen vor unserem Bullauge auf. „Guna Yala – ¡A toda vela rumbo a América del Sur!“ weiterlesen

Panamá – ¡Van llegando!

„Panama”, sagte der kleine Mika, „ist unser Traumland, denn Panama riecht von oben bis unten nach Bananen. Nicht wahr, Marla?” *

„Oh, wie schön ist Panama!“ * Was unsere Kinder schon lange wussten, hat uns Erwachsene gehörig überrascht. Wir reisen auf der karibischen Seite nach Panama ein und erleben das Land hier ganz anders, als wir es uns vorgestellt hatten.

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Costa Rica – ¡Pura vida!

Die Grenzen in Zentralamerika kommen selten so abrupt daher wie jene zwischen Nicaragua und Costa Rica. Die meisten Länder in der Region gehen eher fließend ineinander über. Sie kündigen sich diesseits der Grenze langsam an und jenseits ist auf den ersten Blick oft gar nicht so genau auszumachen, was denn nun das neue Land charakterisiert und von seinen Nachbarländern unterscheidet. Lediglich Belize bildete hiervon eine Ausnahme und nun Costa Rica.

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Nicaragua – Despertándose lentamente de una pesadilla

Sanft setzt unser Boot am Strand von Potosí auf. Das kleine Fischerdorf liegt am westlichsten Zipfel Nicaraguas auf der Halbinsel Cosigüina, die den Golf von Fonseca vom Pazifik abschirmt. Wir entladen unsere Räder und den Anhänger und schieben langsam durch den Sand zur Grenzkontrollstelle. Die Abfertigung der sieben Passagier_innen unseres Bootes dauert diesmal lediglich eine Stunde, was im Vergleich zu den vier Stunden bei der Ausreise heute Vormittag in El Salvador ziemlich schnell ist. Wir wollen heute aber sowieso nicht mehr weiterradeln und haben also keine Eile.

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Península de Yucatán – ¡Hasta luego, México!

Glücklich, aber auch etwas wehmütig sitzen wir im Hafen von Chetumal und warten auf unser Boot nach Belize. Aus dem Lautsprecher dudeln die üblichen Schnulzen über Liebe, Leid und Leidenschaft. Wir haben gerade noch rechtzeitig die Grenze erreicht und verlassen Mexiko vier Tage bevor unsere Aufenthaltsgenehmigung abläuft. Sechs Monate haben wir gebraucht, um dieses riesige Land zu durchqueren. 4.400 Kilometer sind wir geradelt, von Mexicali auf der Halbinsel Niederkalifornien im Nordwesten bis nach Chetumal auf der Halbinsel Yucatán im äußersten Südosten – von den trockenen Wüsten und Halbwüsten bis in den immergrünen Regenwald, vom klirrenden Frost in den Bergen bis zur unerträglichen Hitze an der Golfküste. So abwechslungsreich wie die Landschaften, so bunt und faszinierend waren Land und Leute.

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La costa de Tabasco – Entre el miedo y el paraíso

Das Kapitel Tabasco ist nur fünf Tage lang und schnell erzählt. Die Küste des Bundesstaates erinnert uns sehr stark an Kuba. Der Dialekt der tabasqueñ@s ähnelt dem kubanischen Spanisch. Wir kommen an vielen verfallenen Häusern vorbei. Die Menschen sind augenscheinlich ärmer als in Zentral- und Nordmexiko. Tropenstürme haben bereits vor einigen Jahren große Teile der Küstenstraße zerstört, welche jedoch nie wieder aufgebaut wurde. Die Einheimischen arrangieren sich und machen aus der Not eine Tugend. Sie haben Ausweichpisten über private Grundstücke geschaffen und erheben hierfür einen Wegzoll.

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Veracruz – Rodando con Enlace Bikers México

Die Huesteca Veracruzana empfängt uns, wie uns die Huesteca Potosina entlassen hat: Mühsame Feldwege, steile Anstiege und viele nette Menschen. Uns gefällt das Radleben auf dem Lande. Wir reden über die fallenden Maispreise (umgerechnet zehn Euro pro Erntesack) und das Schulgeld (zehn Euro pro Jahr), den Opa in der Mexikanischen Revolution und das Leben in Deutschland.

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Huasteca Potosina – Donde l@s médic@s recomiendan de no comer tantos mangos

Die Huasteca Potosina begrüßt uns mit tropischen Temperaturen. Wir verlassen das Hochland und rollen die Hänge der Sierra Madre Oriental bis fast auf Meereshöhe hinunter. Nachdem wir dreitausend Kilometer durch Wüsten und Halbwüsten geradelt sind, ist plötzlich alles grün um uns herum. Wir sind in der Regenzeit angekommen. Da wir in den letzten fünf Monaten keinen einzigen Tropfen gesehen haben, überrascht uns der erste Schauer entsprechend unvorbereitet. „Huasteca Potosina – Donde l@s médic@s recomiendan de no comer tantos mangos“ weiterlesen

Ciudad de México – Una salida al centro del poder

Das große Tenochtitlán, Blick vom Markt von Tlatelolco” (Ausschnitt aus einem Wandgemälde von Diego Rivera im Regierungspalast in Mexiko-Stadt)

Wir lassen die Räder für zwei Wochen in San Luis Potosí stehen und machen einen Abstecher mit dem Bus nach Mexiko-Stadt, um Freund_innen zu besuchen und die unzähligen Museen und Pyramiden zu erkunden. „Ciudad de México – Una salida al centro del poder“ weiterlesen

Zacatecas – Donde el oro no brilla para tod@s

“Die Ankunft von Hernán Cortés in Veracruz” (Ausschnitt aus einem Wandgemälde von Diego Rivera im Regierungspalast in Mexiko-Stadt)

Kurz nach ihrer Ankunft in Amerika entdeckten die spanischen Konquistador_innen Silber im heutigen Bundesstaat Zacatecas und gründeten daraufhin die gleichnamige Stadt. Die offenen Adern Zacatecas’ reihten sich in den Aderlass ein, unter welchem ganz Lateinamerika zu leiden hatte. Die Geschichte kann in aller Ausführlichkeit bei Eduardo Galeano nachgelesen werden. Der einstige Reichtum spiegelt sich bis heute im Stadtbild von Zacatecas und einigen anderen Städten im mexikanischen Hochland wider. Doch auf dem Lande zeigt sich uns ein anderes Bild. „Zacatecas – Donde el oro no brilla para tod@s“ weiterlesen

Supercarretera Mazatlán-Durango – Cruzando la Sierra Madre Occidental

Warmfahren in Mazatlán

Bis an die Spitze Niederkaliforniens hatten wir unsere Route mit dem Finger auf der Wandkarte in Berlin vorgezeichnet. Entlang der Pazifikküste sind wir gen Süden geradelt. Auf welchem Weg wir das mexikanische Festland durchqueren würden, wussten wir vor der Abreise allerdings noch nicht. Neben der Verkehrsdichte und den klimatischen Bedingungen fließen nun zum ersten Mal auch Sicherheitsüberlegungen in unsere Entscheidung ein. „Supercarretera Mazatlán-Durango – Cruzando la Sierra Madre Occidental“ weiterlesen

¡Feliz cumple, Velomerica! – Ein Jahr in Zahlen

Ein Rückblick in Zahlen

Von 365 Nächten haben wir 261 im Zelt geschlafen. Die erste Nacht in einem Bett verbrachten wir nach 78 Nächten auf der Isomatte. Insgesamt wurden wir fünfunddreißigmal nach Hause, in Kirchen oder Arztpraxen eingeladen. Vier Nächte schliefen wir auf Fähren und die restlichen 65 Nächte bezahlten wir für ein Dach über unseren Köpfen. „¡Feliz cumple, Velomerica! – Ein Jahr in Zahlen“ weiterlesen

La Paz – Esperando en el puerto de ilusión

Warten am „Hafen der Illusion“ (Beiname von La Paz)

Wir wussten, dass wir in La Paz eine Pause einlegen würden, aber dass sie so lange dauert, hatten wir nicht erwartet. Eine unserer Isomatten hatte die Beulenpest bekommen und wir haben eine Austauschmatte in den USA angefragt. Nachdem die Matte zehn Tage in Mexiko-Stadt beim Zoll verbracht hat, lag sie nun auch schon einige Tage auf dem Postamt in La Paz und wartete darauf ausgeliefert zu werden. „La Paz – Esperando en el puerto de ilusión“ weiterlesen

HaiLife in La Paz! – Ein Gastbeitrag von Juschka & Olaf

Die erste Etappe unseres Urlaubes in Mexiko führt uns an die Südspitze der gewaltigen Halbinsel Baja California, wo wir mit Daniel, Marilyne, Marla und Mika verabredet sind. In drei wundervollen Tagen erleben wir, was sich alles unterhalb der Wasseroberfläche abspielt und wie man es sich überhalb der Wasseroberfläche gut gehen lassen kann. Die HaiLights seht ihr in unserem kurzen Film.

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Baja California – ¡Bienvenid@s a México!

Seit Alaska folgen wir den Walen auf ihrem Weg zu den Lagunen in Niederkalifornien.

Plötzlich stehen wir auf der anderen Seite der Grenze mitten im Getümmel auf einer kleinen Seitenstraße in Mexicali. Wir haben weder einen Aus- noch einen Einreisestempel bekommen. Lediglich die Überwachungskamera hat ein Foto von uns geschossen. Trump hat es also doch noch nicht geschafft, überall Mauern zu errichten und die Grenzen zu schließen. Der Grenzübergang ist für den kleinen Grenzverkehr durchlässiger als erwartet – zumindest in Richtung Süden. „Baja California – ¡Bienvenid@s a México!“ weiterlesen

Southern California – Between Big Sur and big cities

Die Gischt der Autoreifen spritzt uns ins Gesicht, während wir durch die Vororte von San Francisco radeln. Die Küste begrüßt uns mit Regen und Sturm. Es ist kalt und ungemütlich, aber wir freuen uns trotzdem wieder auf den Rädern zu sitzen. Wir hatten dieses Wetter schon fast wieder vergessen, nachdem wir die Feiertage mit unseren Familien in der Wüste verbracht haben.

Weihnachten auf einer Ranch in der Mojave-Wüste

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Let’s go for Californio – From Hobo Street via Avenue of the Giants to the Golden Port of Frisco

“Auf vielen Straßen dieser Welt, habt Ihr Euch sorglos rumgetrieben, so ohne Zelt und ohne Geld, der Tippelei verschrieben.”

Wenngleich wir schon in Washington und Oregon vermehrt Obdachlose getroffen haben, schockiert uns die Misere, welcher wir in Nordkalifornien begegnen. Die vielen Obdachlosen passen nicht in unser (beschränktes) Bild von Kalifornien und lassen die US-amerikanische Gesellschaft in einem anderen Licht erscheinen. In Städten wie Eureka radeln wir auf Nebenstraßen, die von den locals Hobo Street genannt werden. Am Stadtrand ist der ganze Wald voller obdachloser Menschen. Wir suchen uns ein freies Plätzchen und bauen unser Zelt auf. „Let’s go for Californio – From Hobo Street via Avenue of the Giants to the Golden Port of Frisco“ weiterlesen

Oregon Coast – The 101 is giving us the cold shoulder

Wintersturm am Cape Kiwanda

Mit dem Highway 101 (sprich one-o-one) müssen wir im wahrsten Sinne des Wortes erst noch warm werden. Der November in Oregon ist nass und kalt. An den Tagen, an denen es nicht regnet, stürmt es – allerdings nicht wie erwartet von hinten. Wir haben Gegenwind! Dabei ist die Windrichtung angeblich einer der Gründe, warum die meisten Reiseradler_innen die Pacific Coast Route von Norden nach Süden fahren. Was aber nicht in den Reiseführern steht: Im Winter dreht der Wind und bläst oft aus Süd-West. „Oregon Coast – The 101 is giving us the cold shoulder“ weiterlesen